Martin Jeannet 10.2018

Ausgewählte Publikationen

Child Fostering

Martin Been to Burger

2013

Child Fostering in West Africa

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

2005

"Been-To", "Burger", "Transmigranten?"

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Dr. Jeannett Martin

Vertretung der Professur Ethnologie Afrikas im WS 2018/19


Kontaktdaten

E-Mail: jeannett.martin@uni-bayreuth.de
Telefon: 0921 55 4106
Fax: 0921 55 4118
Büro: GW II, Raum 0.16
Sprechstunde: Freitag 11-12 Uhr


Schwerpunkte

Meine sozialanthropologischen Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Verwandtschaft, Kindheit und Jugend, Politik, STS, Migration und religiöse Gegenwartskultur.

Im Rahmen meiner Dissertation befasste ich mich zunächst mit den migratorischen Erfahrungen und Rekonstruktionen ghanaischer Bildungsmigrant/innen nach ihrer Rückkehr aus der Bundesrepublik Deutschland. Mich trieb dabei die Frage an, wie studierte Ghanaer/innen, die in ihr Herkunftsland zurückgekehrt waren, über diesen sozialen Prozess reflektieren. Der Frage ging ich mit Ansätzen aus der Migrations-, der ethnologischen Biographie- und der Erzählforschung nach. Aus den empirischen Daten habe ich ein Modell von drei historischen Rückkehrergenerationen entwickelt, die sich durch jeweils spezifische politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Studium und Rückkehr sowie durch (auch gender-) spezifische Erfahrungen und Umgangsweisen auszeichnen (Martin 2004).  

Nach Erfahrungen im Rahmen der multidisziplinären Erforschung religiöser Gegenwartskultur in Bayern (Martin 2007) befasste ich mich mehr als zehn Jahre lang mit verwandtschaftlichen Praktiken und kindheitsbezogenen Zugehörigkeitspolitiken in Westafrika. Dabei untersuchte ich, zunächst vergleichend zu den Arbeiten von Erdmute Alber, die sich wandelnden Normen und Praktiken der Kindspflegschaft bei einer vor allem vom Ackerbau lebenden Gesellschaft (Fée) in Nordbenin (Martin 2007b, 2012).

Daran anschließend untersuchte ich entsprechende Praktiken im Kontext der komplexen interethnischen Beziehungen in der Untersuchungsregion des Borgu. Auf Grundlage der Auseinandersetzung mit den empirischen Daten entwickelte ich im Rahmen meiner Habilitationsschrift eine theoretische Konzeption von (kindheitsbezogener) Zugehörigkeit (belonging), worunter ich den Prozess des Schaffens signifikanter Sozialbeziehungen zu Personen und Wir-Gruppen verstehe. Solche Prozesse sehe ich in erster Linie als Ausdruck individueller wie gruppenbezogener Politiken, die gesellschaftsspezifisch wie historisch variabel sein können. Konkret habe ich Prozesse der Schaffung von Zugehörigkeit bei und von Kindern bei rinderzüchtenden, islamisierten Fulbe, bei Nachkommen von Unfreien (Gando), in einer Gruppe evangelikaler Fulbe sowie in einem katholischen Waisenheim im Beniner Borgu untersucht.

Der regionale Fokus meines aktuellen Forschungsinteresses liegt auf der eigenen Herkunftsgesellschaft. Gleichwohl geht es auch dabei um Fragen von Verwandtschaft und kindheitsbezogenen Zugehörigkeitspolitiken. Im Zentrum stehen aktuelle Debatten um sogenannte Kuckuckskinder und die Frage, wie Vaterschaft in Deutschland in Zeiten der zunehmenden Nutzung DNA-basierter Abstammungsgutachten (sogenannten Vaterschaftstests) gedeutet und verhandelt wird.

 

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