Flyer zum Studiengang

Bewerbungsformular

Modulhandbuch (Stand September 2013)

Prüfungs- und Studienordnung (Fassung 20. Februar 2012)

Koordination:
1. Anlaufstelle: Nora Leichtle, Zi 0.17, GW II, Tel: 0921 55 4129, ethno.kugea-koordination@uni-bayreuth.de

Studiengangsmoderator:
Prof. Dr. Kurt Beck, Zi. 0.19 (GW II), Tel: 0921 55-4133, kurt.beck@uni-bayreuth.de

Vorsitzender Prüfungsausschuss:
Prof. Dr. Georg Klute, Zi 0.16 (GW II), Tel. 0921 55-4106, georg.klute@uni-bayreuth.de

 

 

M.A. Kultur- und Sozialanthropologie

Name des Studiengangs: Kultur- und Sozialanthropologie

Abschluss: Master of Arts (M.A.)

Umfang: 120 LP

Regelstudienzeit: 4 Semester

Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester

Zugang: keine Zulassungsbeschränkung; Antrag auf Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen bis zum 15. Juli (Studienbeginn im Wintersemester) bzw. 15. Januar (Studienbeginn im Sommersemester) stellen

Zugangsvoraussetzung: Bachelorabschluss in Ethnologie oder einem gleichwertigen Studiengang. Wurde die Abschlussnote “gut” nicht erreicht, erfolgt eine Überprüfung der Eignung.

 

Konzept des Studiengangs

Die Ausbildung im Master-Studiengang „Kultur- und Sozialanthropologie“ baut auf die Bachelorstudiengänge „Ethnologie“, bzw. „Angewandte Afrikastudien: Kultur und Gesellschaft Afrikas“ der Universität Bayreuth oder inhaltlich vergleichbare Bachelorstudiengänge auf. Im Unterschied zum stark regionalwissenschaftlichen Master-Studiengang „Kultur und Gesellschaft Afrikas“ ist der Master-Studiengang „Kultur- und Sozialanthropologie“ allgemeiner kulturwissenschaftlich ausgerichtet.

Im Zentrum des Studiengangs steht ein sich über die gesamte Studiendauer erstreckendes Projektstudium. In enger Zusammenarbeit mit den Dozenten des Faches wird in seinem Verlauf eine mindestens sechswöchige, außereuropäische Lehrforschung vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet. Ergänzt wird dieses Projektstudium durch die fokussierte Auseinandersetzung mit ausgewählten Bereichen der Ethnologie, die Teilnahme an Seminaren benachbarter Disziplinen, sowie das Erlernen, bzw. Vertiefen einer Sprache. Hierdurch wird Fachwissen erweitert und das theoretische Reflexionsniveau durch die intensive Auseinandersetzung mit spezifischen Themengebieten und Problembereichen verfeinert.

Die forschungsorientierte Anlage des Masterstudiengangs gestattet es vor allem auch wissenschaftlich interessierten Studierenden, bereits während des Studiums eine längere ethnologische Feldforschung vorzubereiten, die dann als Basis für eine Promotion im Fach dienen kann, z.B. im Rahmen des Promotionsstudiengangs Bayreuth International Graduate School of African Studies (BIGSAS), gefördert durch die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder.

 

Ziel und Aufbau des Studiengangs

Mit Hilfe einer außergewöhnlich betreuungsintensiven Studienstruktur wird es den Studierenden ermöglicht, sich unter Anleitung eines oder mehrerer Dozenten ein eigenes Interessengebiet zu erarbeiten.

Das Projektstudium gliedert sich in vier Phasen:
1. Vorbereitung
Während des gesamten ersten Studienjahres bereiten sich die Studierenden auf ihren Forschungsaufenthalt vor (Veranstaltungen K1, K2). Die Vorbereitung bezieht sich dabei erstens auf die betreffende Forschungsregion (allgemeine Länderkunde, Einführung in die Ethnographie der Region), zweitens auf die zentralen, bzw. auf die für spezifische Forschungsthemen wesentlichen Forschungsmethoden des Faches, sowie drittens auf das Thema des geplanten Forschungsvorhabens. Die methodische Vorbereitung des Forschungsaufenthaltes wird für alle Studierenden eines Jahrgangs gemeinsam durchgeführt, die inhaltliche Ausgestaltung der Forschung erfolgt entweder in der Gruppe („Kohorte“) oder individuell, in Form eines „Mentorats“.

2. Feldforschung
In der auf das Sommersemester des ersten Studienjahres folgenden vorlesungsfreien Zeit wird von den Studierenden eine mindestens sechswöchige Feldforschung durchgeführt. Dabei findet die Forschung entweder in der Gruppe unter Anleitung eines mitreisenden Dozenten oder eigenorganisiert statt. Methodisches Ziel der Lehrforschung ist die praktische Einübung der erworbenen Kenntnisse zur ethnographischen Forschungspraxis. Inhaltlich soll die empirische Untersuchung des gewählten Forschungsthemas das Verfassen einer Master-Abschlussarbeit ermöglichen.

Lehrforschung 2015 in Äthiopien

Lehrforschung 2016 in Uganda

3. Nachbereiten der Feldforschung
Im Wintersemester des zweiten Studienjahres wird die Lehrforschung im Rahmen eines Seminars nachbereitet. Ziel ist dabei, die erhobenen Daten auszuwerten, zu systematisieren und sie auf ihren Gehalt bzw. ihre Tragweite hin zu befragen (Veranstaltung K4). Parallel dazu erarbeiten sich die Studierenden im Rahmen eines weiteren Seminars einen theoretischen Rahmen, der ihnen dabei helfen wird, ihr ethnographisches Material zu interpretieren und in die weitere ethnologische Fachdiskussion einzubetten (Veranstaltung K5).

4. Masterarbeit
Im Rahmen ihrer Master-Abschlussarbeit sind die Studierenden des Master-Studiengangs „Kultur- und Sozialanthropologie“ dazu aufgefordert, die verschiedenen Bereiche, aus denen das Projektstudium besteht, zusammenzuführen und eigenständig aufeinander zu beziehen. Dabei sollen sie zeigen, dass sie gelernt haben, Forschungsergebnisse im Spannungsfeld von Theorie und Empirie zu beleuchten. Damit integriert die Abschlussarbeit die verschiedenen Dimensionen der ethnologischen Praxis und bereitet die Studierenden auch in berufspraktischer Weise auf ihre weiteren Tätigkeiten im akademischen oder im außerakademischen Bereich vor.